Hormonelle Störungen

Es gibt sehr viele, verschiedene Hormonstörungen, denen allen gemeinsam die Verhinderung des Eisprungs oder die Nichteinnistung des befruchteten Eis ist. Die häufigsten Störungen sind:

1. Eine Erhöhung des Hormons Prolactin: 

Bei 20% aller Frauen besteht eine Erhöhung dieses Hormons, dass für die Milchproduktion in der Stillzeit verantwortlich ist. Durch den hohen Gehalt an Prolaktin kommt es zu einer Hemmung des Eisprungs. Mögliche Gründe für die hohen Werte sind Streß (P. steigt unter körperlicher, aber auch seelischer Belastung an), Schlafentzug und Medikamente (z.B. bestimmte Blutdrucksenker, Antidepressiva etc.).
Therapiemöglichkeit:
 Tabletten (eigentlich Abstilltabletten), die das Prolaktin hemmen, zum Beispiel Pravidel.

2. Schilddrüsenerkrankungen:

(vor allem eine Unterfunktion der Schilddrüse).
Therapiemöglichkeit: Ausgleich des Hormonmangels mit Tabletten

3. Eine Erhöhung männlicher Sexualhormone (Androgene)
Die wichtigste Störung, die zu dieser Erhöhung der Androgene führt, ist das Syndrom der sogenannten "polycystischen Ovarien". Die Ursache dieser Erkrankung ist noch weitgehend ungeklärt. Die Eierstöcke sind hierbei auf das 2-5fache vergrößert, mit vielen, kleinen Zysten unter der Kapseloberfläche. Bei Vorliegen dieses Syndroms kommt es u.a. noch zu verstärkter, männlicher Körperbehaarung oder Akne und in mehr als 35% der Fälle zu einem unerfüllten Kinderwunsch. Diese Syndrom ist von Ihrem Frauenarzt im Ultraschall nicht zu übersehen.
Therapiemöglichkeit: Gewichtsabnahme, falls Übergewicht besteht. Stimulatiosnbehandlung der Eierstöcke durch Hormonspritzen. Wenn der Anteil der männlichen Hormone aus der Nebenniere sehr hoch ist, kann auch eine niedrigdosierte Cortisontherapie versucht werden.

4. Eine Störung im Zwischenhirn (Hypothalamus)
Diese Hirnregion ist neben vielen anderen Funktionen, dafür zuständig, Hormone zu bilden, die weiter unten in der Hirnanhangsdrüse die Freisetzung von LH und FSH regeln. FSH und LH sind wichtige Hormone des Menstruationszyklus (s. dort). Störungen auf dieser Ebene können zum Beispiel durch Hungersituationen (Magersucht), Tumore im Zwischenhirn oder starke Psychopharmaka ausgelöst sein. 
Therapiemöglichkeiten: Die Therapiebesteht im Ersatz des Hormons.

5. Eine Störung in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
Die Ausschüttung von FSH und LH ist gestört. Diese Störung entsteht nur bei ernsthaften Befunden, wie einem Tumor der Hypophyse oder einem andersgearteten Unvermögen der Hirnanhangsdrüse, die Hormone auszuschütten. Über die Diagnostik des Frauenarztes und best. Röntgenaufnahmen in dieser Region, kann ein solcher Verdacht schnell ausgeräumt werden. Die echten Erkrankungen am Zwischenhirn und der Hirnanhangsdrüse sind eher selten.
 

Folgen der Hormonstörungen können sein:

  • Ausbleiben der Regelblutung
  • Stark verminderte Regelblutung
  • Ausbleiben des Eisprungs
  • eine Gelbkörperschwäche: Der Gelbkörper entwickelt sich nach dem Eisprung aus der verbliebenen Hülle des Eis und produziert in großen Mengen das Gelbkörperhormon (Progesteron). Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die bevorstehende Schwangerschaft vor und schützt diese Wird bei einer Gelbkörperschwäche zu wenig Progesteron gebildet, kann sich ein eventl.befruchtetes Ei nicht einnisten und geht verloren.

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