Eierstockkrebs

Der Krebs der Eierstöcke ist häufig schwierig zu behandeln mit einer relativ schlechten Prognose. Der Grund für diese schlechte Prognose liegt nicht zuletzt darin, daß zu Beginn der Erkrankung nur selten Beschwerden auftreten und für die Betroffenen kein Grund besteht, zum Arzt zu gehen. Meist wird ein Ovarialkarzinom deshalb zu spät erkannt und die Heilungsaussichten sind verringert.
Diese Krebsart findet sich gehäuft in Westeuropa und unter der weißen Bevölkerung der USA. Hier erkranken ca. 16 von 100.000 Frauen jährlich. Die meisten Erkrankungen erfolgen zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr, es sind aber auch Erkrankungsfälle aller Altersgruppen beschrieben. 33% aller bösartigen Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane sind Ovarialkarzinome.
Risikofaktoren:

  • wenig Schwangerschaften oder Kinderlosigkeit
  • Keine Pilleneinnahme
  • Fälle von Erkrankungen bei Verwandten ersten Grades. Das zeigt, dass es, ähnlich wie beim Brustkrebs, in bis zu 5% der Fälle eine genetische Komponente geben kann.


Symptome:

Es gibt leider keine Frühsymptome , was die frühzeitige Entdeckung von Eierstockkrebs ja so erschwert. Manchmal kommt es zu Schmerzen auf der betroffenen Seite, zu Völlegefühl, Zunahme des Leibesumfangs und Druckgefühl auf Blase und Darm, häufig durch das Wasser, das der Tumor im Bauchraum hervorruft. Diese Symptome treten aber meist erst in fortgeschrittenen Stadien auf.
Auch unklare Unter-und Oberbauchschmerzen können auf einen Eierstockskrebs hinweisen. Die meisten Ovarialtumore werden eigentlich zufällig bei der Routineuntersuchung durch den Frauenarzt entdeckt.
Diagnose:

Anders als beim Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs ist die einfache Tastuntersuchung durch den Frauenarzt schon eine sehr gute Diagnosemöglichkeit. Er kann hier nämlich kleine Knoten durch das Scheidengewebe hindurch ertasten.
Ist einmal der Verdacht auf einen Tumor am Eierstock aufgekommen, müssen weitere Schritte zur Diagnosesicherung veranlasst werden:

Ultraschall von der Scheide aus, Tumormarkerbestimmung im Blut (in diesem Fall den Tumormarker Ca.12.5), evtl. eine Computertomographie des Bauchraumes (zur Beurteilung von evtl. Ausbreitungen auf Leber, Lymphknoten oder Bauchfell), Spiegelung der Harnblase (Zystoskopie) und Spiegelung des Enddarmes (Rektoskopie), da Blase und Darm in unmittelbarer Nachbarschaft der Eierstöcke liegen und ebenfalls befallen sein können.

Hat der Tumor eine bestimmte Größe nicht überschritten und weist seine Form im Ultraschall eher auf einen gutartigen Tumor hin, kann eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) zur Klärung durchgeführt werden. Hier kann dann eine Gewebeprobe entnommen werden oder das Wasser im Bauchraum auf Krebszellen untersucht werden.
Bestätigt sich in der Bauchspiegelung die Bösartigkeit der Geschwulst, muß immer eine weiterführende Operation erfolgen.
Therapie:

Am Anfang der Therapie eines Ovarialkarzinoms steht immer die große Bauchoperation. Hierbei muß der Tumor möglichst vollständig entfernt werden und außerdem noch: der nicht betroffene Eierstock der Gegenseite, die Gebärmutter, das große Netz (ein schützendes, dünnes Gewebstuch, daß von innen über alle Bauchorgane ausgebreitet ist), sowie die Lymphknoten im Becken und entlang der Hauptschlagader. Da es bei dieser Art Krebs, die sich so ungehindert im Bauchraum ausbreiten kann, nicht gelingt, alle kleinsten Mikrometastasen zu entfernen, ist eine Chemotherapie nach der Operation meistens nötig. Sie ist der zweite, große Pfeiler in der Therapie des Ovarialkarzinoms. Die Tumore reagieren aber sehr gut auf eine solche Chemotherapie.
Prognose:

Da sich mehr als 65% der Frauen beim ersten Verdacht auf einen Krebs der Eierstöcke bereits in höheren Stadien des Tumors befinden, ist die Prognose vergleichsweise schlecht. Eine deutliche und gute Verbesserung konnte aber durch die Kombination einer Operation mit einer gezielten Chemotherapie erreicht werden. Die 5-Jahresüberlebensrate beträgt für das Stadium I ca. 80%, für das Stadium II ca. 60%, für das Stadium III ca. 42% (früher 0%) und für das Stadium IV ca.14%.

Leider können Sie sich nicht aktiv gegen ein Ovarialkarzinom schützen. Einzig die regelmäßige, gynäkologische Untersuchung kann Ihnen die relative Sicherheit geben, daß der Krebs im frühestmöglichen Stadium erkannt wird.

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