Endometriose

Die Endometriose bezeichnet an eine Erkrankung, bei der Anteile von Gebärmutterschleimhaut nicht innerhalb der Gebärmutter, sondern im Bauchraum liegen. Sie tritt erst im geschlechtsreifen Alter auf und läßt in den Wechseljahren wieder nach.

Die Endometriose ist ein häufig gesehenes Krankheitsbild. 2-3% aller Frauen sollen eine darunter leiden. Sie kann unter anderem der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Die Schmerzen und die Probleme der Endometriose kommen dadurch zustande, daß diese Schleimhaut, die an der falschen Stelle sitzt, genauso mit dem Zyklus reagiert, wie die Schleimhaut der Gebärmutter. Das heißt, sie baut sich auf und blutet wieder ab. Im Bauchraum kommt es dadurch zu entzündungsähnlichen Vorgängen. Verwachsungen als Reaktion auf diese Entzündungen, sind häufig die Folge. Wie und warum eine Endometriose entsteht, ist trotz vieler Forschungsansätze bis heute nicht ganz geklärt. Gesichert ist jedoch, daß trotz des Schadens, den sie im Bauchraum anrichten kann, ein Übergang in einen bösartigen Krebs nicht vorkommt.
Die Endometriose wird in 4 Stadien eingeteilt: minimal, mild, mäßig und schwer. Um die exakte Diagnose zu stellen ist meistens eine Bauchspiegelung nötig.

Symptome:
  • neu aufgetretene Schmerzhaftigkeit der Regelblutung
  • diffuse Bauch-und Kreuzschmerzen
  • schmerzhafter Geschlechtsverkehr
  • Schmierblutungen vor der Menstruation (Spotting)
  • verlängerte oder verstärkte Menstruationsblutung
  • Sterilität (meist durch die massiven Verwachsungen als Folge der Entzündung im Bauchraum)
Diagnose:
Tastuntersuchung, Spiegeleinstellung und Ultraschall können nicht immer einen genaue Aussage darüber machen, ob eine Endometriose vorliegt. Hat sich das Blut in vorbestehenden Zysten des Eierstocks gesammelt, bildet es darin eine braune, schmierige Masse, die Schokoladenzyste. Eine solche Zyste läßt sich im Ultraschall gut erkennen. Die kleinen bläulich-braunen Knötchen, durch die sich eine Endometriose ansonsten auszeichnet, findet und erkennt man eigentlich erst durch eine Bauchspiegelung. Weiter kann der Tumormarker CA 12-5 auf eine Endometriose hindeuten

Therapie:
Die Endometriose ist eine hormonabhängige Erkrankung und kann zunächst mit Hormonen therapiert werden. Die Hormone (Gestagene, Minipille oder niedrige Kombinationspräparate) werden 3 bis 6 Monate eingenommen und führen häufig zum Rückgang der Beschwerden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung mit sogenannten GnRH-Analoga, die die Funktion der Eierstöcke vorübergehend erliegen lassen.
Der dadurch entstehende Entzug von Östrogen bewirkt eine Schrumpfung der Herde. Auch diese Therapie sollte nicht länger als 6 Monate durchgeführt werden. Als letzte Möglichkeit wird eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt. Damit können Endometrioseinseln durch Hitze verödet oder gelasert werden. Hat sich die Endometriose sehr weit ausgebreitet, viele Verwachsungen hinterlassen oder große Schokoladenzysten gebildet, muß die Operation entsprechend erweitert werden.

Man sagt, daß eine eintretende Schwangerschaft die beste Therapie der Endometriose sei (durch die Stillegung der Eierstöcke mit ihrer Östrogenproduktion), leider ist aber gerade die Endometriose eine Erkrankung, die zur Sterilität prädestiniert.
 
 
 
 

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