Gebärmutterhalskrebs

Der untere Teil der Gebärmutter wird durch den Gebärmutterhals gebildet, durch dessen Öffnung das monatliche Menstrualblut fließt oder in der Schwangerschaft der Kopf des Kindes aus der Gebärmutter tritt.

Das Zervixcarzinom ist der 4. häufigste Tumor der Frau. In Deutschland erkranken ca. 10 Frauen auf 100.000 Einwohner pro Jahr an dieser Art Krebs. In den letzten Jahren ist die Erkrankungsrate zunehmend gesunken, was vor allem der besseren Früherkennungsmaßnahme (regelmäßige Krebsvorsorge beim Frauenarzt) zu verdanken ist.

Bei der Krebsvorsorge kann der Frauenarzt durch einen leichten und nicht schmerzhaften Abstrich vom Gebärmutterhals und aus dem Gebärmutterhalskanal, die Zellen auf Veränderungen untersuchen. Anders als bei anderen Krebserkrankungen ist es dadurch möglich, veränderte Zellen zu erkennen, bevor sie sich zu einem bösartigen Tumor entwickelt haben.
Es gibt also Vorstufen, die therapiert werden können, bevor es zu einem zerstörenden Krebswachstum gekommen ist. Die Vorstufen des Cervixcarzinoms nennen sich Carzinoma in situ. Das bedeutet, die Zellen sind verändert, aber die schützende und abgrenzende "Mauer" der Zellen ist noch nicht durchbrochen; die Tumorzellen sind noch "eingesperrt".
Risikofaktoren:

Als Risikofaktor, der eng mit der Entstehung zu tun hat, gilt zunächst eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV), der durch den Geschlechtsverkehr übertragen wird. Daneben gelten häufig wechselnde Sexualpartner und ungenügende Sexualhygiene zu den Risikofaktoren. Auch das Rauchen stellt einen erheblichen Risikofaktor dar.

Symptome:

Die einzigen Symptome, die ein Zervixcarzinom machen kann sind unregelmäßige Blutungen und Zwischenblutungen, vor allem nach Geschlechtsverkehr. Eitriger oder übelriechender Ausfluß tauchen erst in weit fortgeschrittenen Stadien des Krebses auf. Damit es soweit nicht kommt, sollten Sie die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt nutzen, vor allem da Schmerz- und Symptomfreiheit Sie in falscher Sicherheit wiegen können. Denken Sie daran, dass ein Vorstadium des Gebärmutterhalskrebs in fast 100% der Fälle durch einen einfachen chirurgischen Eingriff heilbar ist.
Therapie:

Im Falle eines Vorstadiums des Gebärmutterhalskrebses (Carzinoma in situ) wird eine Konisation in Narkose durchgeführt. Hierbei wird ein kleiner Kegel aus dem Gebärmutterhals geschnitten, in dem alle veränderten Zellen liegen. Damit sind diese entfernt.
Der Eingriff wird als ambulante Operation durchgeführt. Die Operation schränkt Ihr normales Leben danach nicht ein. Geschlechtsverkehr und auch Schwangerschaften sind so normal möglich wie vorher. Manchmal vernarbt der Muttermund etwas und öffnet sich bei der Geburt nicht so schnell, aber das ist eher selten.

Ist es einmal zu einem bösartigen Tumor gekommen, ist in den meisten Fällen eine Totaloperation nötig. Das heißt, die Gebärmutter muss im Ganzen entfernt werden, zur Sicherheit werden noch die Eierstöcke, die Beckenlymphknoten und ein kleines Stück der Scheide mitentfernt. In sehr frühen Stadien, also bei noch kleinen Tumoren und Kinderwunsch der Frau, kann mit dem Frauenarzt und dem Operateur eine Konisation in Erwägung gezogen werden. Das aber wird individuell entschieden.

Zu einem noch späteren Zeitpunkt, wenn der Tumor bereits die innere Wand des Beckens erreicht hat, wird im Krankenhaus statt einer Operation ein Bestrahlung vorgenommen, die Therapieergebnisse sind hier besser als bei einer Operation.

Chemotherapien werden beim Gebärmutterhalskrebs nur selten eingesetzt. Sie konnten bisher keine ausreichend guten Ergebnisse und Heilungschancen erzielen. Es ist allerdings zu erwarten, dass mit neuen Medikamenten auch in Zukunft häufiger die Chemotherapie beim Gebärmutterhalskrebs empfohlen werden wird.
Prognose:

Das Carzinoma in situ und die anderen Vorstadien des Gebärmutterhalskrebses können in nahezu 100% der Fälle geheilt werden. Auch die sehr frühen, bösartigen Stadien des Krebses haben nach der richtigen Therapie, durch eine Operation, eine Heilungsaussicht von 85-90%. Hat der Tumor die Beckenwand erreicht, sinken die Heilungsaussichten auf 30-40% ab.
Vorsorge:

Sie können selbst leider wenig tun, um einen Krebs des Gebärmutterhalses zu verhindern. Versuchen Sie, die vermeidbaren Risikofaktoren wie das Rauchen, eine ungenügende Sexualhygiene und häufige Entzündungen in diesem Bereich zu vermeiden. Der wichtigste und effektivste Schutz, auf den Sie selber achten können, ist Ihre Krebsvorsorgeuntersuchung, die als Vorsorgemaßnahme speziell auf den Gebärmutter- und den Gebärmutterhalskrebs abzielt Machen Sie dazu mit Ihrem Frauenarzt halbjährlich bis jährlich einen Termin, um den kleinen Abstrich durchführen zu lassen.

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