Gebärmutterkrebs

Der Krebs in der Gebärmutter ist der 3. häufigste bösartige Tumor der Frau und tritt gehäuft erst im höheren Lebensalter auf. Meist sind Frauen betroffen, die keine Kinder geboren haben. Der Tumor reagiert auf Hormone, das heißt, Östrogene lassen ihn wachsen. An einem Gebärmutterkrebs erkranken in Deutschland jährlich 28 von 100.000 Frauen, vorwiegend nach den Wechseljahren. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr.

Dem Gebärmutterkrebs können auch Vorstufen vorausgehen. Diese werden durch eine zu hohe Östrogeneinwirkung begünstigt. Erkannt werden können diese Vorstufen in den meisten Fällen durch die Krabsvorsorgeuntersuchung, im Ultraschall oder durch eine Ausschabung.
Risikofaktoren:

Höheres Lebensalter: Meist entstehen die veränderten Krebszellen dann, wenn die Schleimhaut der Gebärmutter nicht mehr regelmäßig auf -und abgebaut wird, also in den Wechseljahren.

Langanhaltende Östrogeneinwirkung ohne Zusatz von Gestagenen: Östrogene, die von außen zugeführt werden, bauen in den Wechseljahren wieder eine Schleimhaut auf. Der Abbau dieser Schleimhaut muß aber auch gesichert sein. Dies wird durch den Zusatz von Gestagenen (Gelbkörperhormonen) erreicht. Eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren muß also immer ein Kombinationspräparat sein, das Östrogene und Gestagene enthält.

Übergewicht: Nicht nur die Eierstöcke, auch das Fettgewebe des Menschen ist in der Lage, aus bestimmten Vorstufen das Hormon Östrogen zu produzieren. Bei starkem Übergewicht, also bei viel vorhandenem Fettgewebe, werden auch höhere Mengen an Östrogen gebildet, das wiederum begünstigt die Entstehung eines Gebärmutterkrebs.

Der Diabetes und der Bluthochdruck gelten weiter, jedoch in geringerem Maße, als Risikofaktoren.
Symptome:

Frühe Stadien des Gebärmutterkrebs zeigen keine Symptome. Erst in weiter fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung können blutiger Ausfluß, der unangenehm riechen kann, sowie Schmerzen dazukommen. Das wichtigste und alarmierendste Zeichen aber ist eine Blutung aus der Scheide nach den Wechseljahren.
Wann müssen Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen?

Immer dann, wenn Sie unregelmäßige Blutungen oder blutigen Ausfluß sowie Schmerzen im Beckenraum bemerken. Kommen Sie aber auf jeden Fall zur Untersuchung, wenn Sie bereits in den Wechseljahren sind, und nach längerer blutungsfreier Zeit plötzlich wieder eine Blutung bemerken. Dann muß auf jeden Fall ein Krebs in der Gebärmutter ausgeschlossen werden.
Diagnose:

Liegt der Verdacht nahe, daß sich eine Krebsgeschwulst in der Gebärmutter gebildet hat, werden wir zunächst eine Tastuntersuchung und eine Spiegeleinstellung der Scheide durchführen. Dies liefert aber immer nur grobe Anhaltspunkte. Danach werden wir von der Scheide aus eine Ultraschallaufnahme machen und können dadurch Aussagen über die Dicke und Form der Schleimhaut machen.

Die wichtigste und sicherste Untersuchung bei einer Blutung in den Wechseljahren und dem Verdacht auf einen Gebärmutterkrebs aber ist die Ausschabung (Abrasio). Nur dann, wenn die Zellen aus der Gebärmutter unter dem Mikroskop durch den Pathologen beurteilt wurden, ist mit Sicherheit zu sagen, ob es sich um Krebszellen handelt oder nicht.

Sie sollten wissen, daß eine Ausschabung ein sehr kleiner, kurzer Eingriff in Narkose ist, bei dem kaum Risiken bestehen. Oft sieht man vor der Ausschabung mit einer dünnen Optik in die Gebärmutterhöhle hinein (Hysteroskopie, Spiegelung der Gebärmutter) um die Schleimhaut zusätzlich zu beurteilen.

Ausschabung und Hysteroskopie werden fast ausschließlich als ambulante Operation in der Praxis durchgeführt.
Therapie:

Hat die Ausschabung den Verdacht auf einen Gebärmutterkrebs bestätigt, müssen nun weitere Schritte eingeleitet werden. Die Behandlung dieser Krebsart ist vom Stadium abhängig, in dem es entdeckt wurde.

Die Vorstufe des Gebärmutterkrebs und das erste Stadium eines echten Krebsgeschwürs werden durch eine einfache Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) behandelt. Aus Sicherheitsgründen werden in höherem Lebenalter die Eierstöcke mitentfernt.

In höheren Stadien, ab Stadium II, wird eine Radikaloperation, durchgeführt. Hier müssen entfernt werden: Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke, ein Stück der Scheidenhaut, Entfernung der Lymphknoten im Beckenraum und neben der Hauptschlagader. Zur Sicherheit wird nach der Operation häufig nachbestrahlt. Diese Operation ist tatsächlich sehr groß, aber selbst im Stadium II bestehen noch gute Heilungsaussichten.

Hat der Krebs schon an anderen Stellen des Körpers Töchtergeschwülste gebildet (Metastasen), kann man versuchen die Metastasen mit einer Hormonbehandlung zur Rückbildung zu bringen. Dies funktioniert aber nur dann, wenn die Metastase oder ein wiederaufkeimender Tumor auch auf Hormone anspricht.

Da bei dieser Krebsart die Operation der Bestrahlung weit überlegen ist, wird eine Strahlentherapie nur dann durchgeführt, wenn eine Patientin sehr alt oder in zu schlechter Verfassung ist, um operiert zu werden. Nach einer Operation kann eine zusätzliche Bestrahlung aber das Wiederaufkeimen eines Tumors verhindern. Eine Chemotherapie wird in der Regel nicht durchgeführt.
Prognose:

Insgesamt gesehen hat der Krebs der Gebärmutter eine gute Heilungsprognose. In 75% wird er bereits in frühen Stadien erkannt und kann gut therapiert werden. Wie bei allen anderen Krebsarten auch gilt, je früher er entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf eine Heilung.
Die 5-Jahresüberlebensrate nach Therapie beträgt im Stadium I 85%, im Stadium II noch 65%, im Stadium III 44% und im Stadium IV 15%.

Um eine veränderte Gebärmutterschleimhaut oder sogar einen Krebs entdecken zu können, ist es entscheidend, daß Sie regelmäßig vom Frauenarzt untersucht werden und sich vor allem bei plötzlich aufgetretenen Blutungen in den Wechseljahren an uns wenden.

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