Ovarialzysten

Gutartige Tumore oder Zystenbildung an den Eierstöcken sind sehr häufig.Vor allem bei Frauen vor den Wechseljahren.
Da es sehr viele verschiedene Formen dieser Zysten gibt, würde eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Arten diesen Rahmen sprengen.
Bei der geschlechtsreifen Frau sind die am weitaus häufigsten auftretenden Zysten die sogenannten Funktionellen Zysten des Ovars (Zysten, die durch die natürliche Funktion des Eierstocks mit seiner Hormonproduktion oder durch die Beeinflussung durch Hormone entstehen). Zu diesen zählen (u.a.):

  • Follikelzysten (anhaltend große Eibläschen im Eierstock)
  • Corpus Luteum Cysten (anhaltend vergrößerter Gelbkörper im Eierstock)


Follikelzysten:

Ein im Eierstock herangereiftes Eibläschen, daß eine Größe von 3-4 cm überschreitet, wird als Follikelzyste bezeichnet. Im Ultraschall kann man dann eine, meist mit Flüssigkeit gefüllte, dünnwandige Zyste erkennen, die eine glatte Außenhaut hat.
Solche Zysten entstehen durch Störungen in der Hormonsteuerung. Meist bilden sie sich nach 2-3 Monaten von selbst zurück. Ist die zystische Struktur nach ca. 4 Monaten noch immer im Ultraschall erkennbar, kann eine Therapie mit Hormonen (z.B. eine Pille mit hohem Gehalt an Gestagenen) helfen. Hat sich die Zyste auch durch eine Hormonbehandlung nicht zurückgebildet, muß doch eine Bauchspiegelung zur Klärung und Entfernung erfolgen.
Corpus-Luteum Zysten:

Die Zysten, die aus einem verbleibenden und vergrößerten Gelbkörper entstehen, finden sich meist in der Schwangerschaft. Sie bilden sich meist innerhalb von 2-4 Monaten, also im zweiten Drittel der Schwangerschaft zurück. Eine besondere Form ist die sogenannte Luteinzyste, die durch einen zu hohen Gehalt am Schwangerschaftshormon ß-HCG entsteht. ß-HCG ist das Hormon, welches in der Schwangerschaft gebildet wird (wird auch beim Schwangerschaftstest bestimmt), oder bei einer Sterilitätsbehandlung von außen zugeführt wird. Vor allem bei Zwillingsschwangerschaften oder Sterilitätsbehandlungen kann diese Art Zyste sehr groß werden. Ihre Rückbildung erfolgt spontan nach 6-8 Wochen,wenn der ß-HCG Spiegel fällt.
Symptome:

Zysten an den Eierstöcken machen im Normalfall keine Beschwerden, selbst wenn sie eine beträchtliche Größe erreicht haben. Kommt es aber zur Einklemmung der Struktur im Beckenraum, können Unterbauchschmerzen, Völlegefühl, Blasen-oder Stuhlentleerungsstörungen sowie Rückenschmerzen auftreten.
Mögliche Komplikationen:

Die größte Gefahr einer solchen Zyste ist die, zwar selten auftretende, aber unbedingt sofort behandlungsbedürftige Drehung der Zyste um ihre eigene Achse. Diese Komplikation tritt in 10% aller Fälle auf. Meist kommt es dazu nach ruckartigen, plötzlichen Bewegungen wie Springen, Heben oder Bücken. Dreht sich die Zyste im Bauch um ihre eigene Achse, so dreht sie sich damit ihre Blutzufuhr selber ab und es kommt zum Rückstau des Blutes mit einreißenden Gefäßen und starken Blutungen in den Bauchraum. Eine Operation ist dann unumgänglich. Das Ereigniss kündigt sich meist an durch plötzliche, starke Schmerzen im Bauchraum sowie Übelkeit, Schweißausbrüchen und einem sehr hart werdenden Bauch. Sie sollten dann nicht warten, auch nicht bis zum nächsten Morgen, und direkt ein Krankenhaus in Ihrer Nähe aufsuchen.

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