Die Hormonersatzbehandlung

Eine Hormonbehandlung in den Wechseljahren kann die Beschwerden, die durch den Östrogenmangel entstanden sind, lindern. In den Präparaten sind natürliche Östrogene enthalten, im Gegensatz zur Anti-Baby-Pille, die künstlich hergestellte, also synthetische, Östrogene enthält. Daher hat die Pille deutlich mehr Nebenwirkungen, vor allem an den Gefäßen. Trotzdem stellt eine Ersatzbehandlung allein mit Östrogenen eine gewisse Gefahr im Hinblick auf die Gebärmutterschleimhaut dar. Sie wächst zu hoch auf und kann dadurch auch bösartige Veränderungen hervorrufen. Deshalb sind die Präparate mit Gestagenen (Gelbkörperhormonen) kombiniert, so daß diese Gefahr nicht mehr besteht. Bei Frauen, denen die Gebärmutter bereits entfernt wurde, ist dieser Zusatz nicht mehr nötig.

Obwohl die Hormonersatztherapie mit Tabletten oder Pflastern vielen Frauen hilft, sind wir der Meinung, daß für diese Form der Therapie immer ein ausführliches Beratungsgespräch nötig ist, um auf die spezielle Situation jeder einzelnen Frau eingehen zu können. Wir wissen heute, daß Östrogene möglichst niedrig und individuell dosiert und möglichst zeitlich begrenzt, jedoch immer mit Blick auf die Symptomatik der Patientin gegeben werden sollten.

Wissenschaftlich gesichert ist vor allem der Nutzen einer Hormonersatztherapie für Spatschäden wie die der Osteoporose. Die Osteoporose ist eine durch Östrogenmangel entstandene Entmineralisierung des Knochens. Die Knochendichte nimmt ab und es kann vermehrt zu Knochenbrüchen und Schmerzen, vor allem im Rücken, kommen.

Wer hat ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken?

  • Frauen, die früh in die Wechseljahre gekommen sind
  • Raucherinnen
  • Wenn bereits Osteoporose in der Familie vorgekommen ist
  • Wenn Cortison über Jahre hinweg eingenommen wurde


Für Patientinnen aus dieser Risikogruppe wirkt eine Ersatzbehandlung mit Hormonen vorbeugend.

Aber auch Sie selber können Ihr Osteoporoserisiko mindern: Das Wichtigste zur Erhaltung der Knochenmasse ist Calcium:

  • Treiben Sie viel Sport an der frischen Luft, unter Belastung kann der Knochen Calcium wieder einbauen.
  • Achten Sie auf eine kalziumhaltige Ernährung: Der Tagesbedarf an Calcium ist zum Beispiel in 1 Liter Milch, 700g Brokkoli oder 350g Grünkohl enthalten. Außerdem wichtig: Vitamin D (der Tagesbedarf von 5 Mikrogramm ist in 2 Eiern, 260g Champignons oder 30 g Lachs enthalten.) und Vitamin K (täglich 65 Mikrogramm, enthalten in 2 Kiwis, 30 g Brunnenkresse oder 10 g Weizenkleie.) Fluoriertes Speisesalz wirkt ebenfalls unterstützend.
  • Versuchen Sie das Rauchen zu reduzieren

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